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Content Marketing: Warum Sie künftig auf bezahlte Werbung verzichten sollten

Frühjahr 2020: der Covid19-Virus – besser bekannt als Corona – hat dafür gesorgt, dass die Weltwirtschaft ein Stück weit eingeschränkt ist. Vielleicht haben Sie sich in Ihrem Unternehmen auch die Frage gestellt: Wie geht es jetzt weiter? Setzen wir weiterhin Budget für bezahlte Werbung ein? Wenn Sie diese Frage mit “nein” beantwortet haben, sind Sie auf dem besten Weg Content Marketing zu betreiben. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wie Sie durch Content Marketing langfristig Ihr Werbebudget drastisch senken und gleichzeitig stetig organischen Traffic auf Ihrer Webseite verzeichnen können.

Wie vertrauenswürdig kann Content Marketing sein?

Content Marketing kostet auch Geld, das ist klar. Aber es geht vor allem darum, Ihr Marketingbudget zum aktuellen Zeitpunkt so einzusetzen, dass Sie auch nach Jahren vielen ein Ergebnis verzeichnen können.

Lesetipp: Corporate Blogging: Warum nützliche Inhalte der Mittelpunkt Ihrer Kommunikation sein sollten

Wenn Sie einmal die aktuellen Trends des täglichen Lebens betrachten, werden Sie merken, dass es viel um Themen wie “nachhaltig Leben”, “plastikfrei Leben” oder “vegane Ernährung” geht. Menschen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, tun das, weil Sie die Welt, wie sie ist, verbessern möchten. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass Menschen ein immer größeres Bewusstsein für verschiedene Dinge entwickeln; auch für Werbung.

Unternehmen sollten deshalb ihre Strategie rund um bezahlte Werbung überdenken und überlegen, wie sie vertrauenswürdiges Content Marketing betreiben können. Denn der Wertewandel der Gesellschaft wird sich über kurz oder lang auch auf das Werbekonsumverhalten auswirken.

Denken Sie mal ein paar Jahre zurück. Nicht viel, nur etwa ins Jahr 2014. Damals konnten Unternehmen problemlos Werbung schalten; der potentielle Kunde erkannte es nicht als solche. Advertorials waren Gang und Gäbe, Google-Ads wurden kaum bemerkt.

Und heute, im Jahr 2020? Facebook-User fühlen sich zunehmend von Werbeanzeigen gestört und klicken sie weg. Sie möchten in ihrem privaten Umfeld nicht mehr gestört werden und “Hau-drauf-Werbung” hat kaum mehr Chancen. Wenn Sie als Unternehmen weiterhin mit ihren Kunden in Kontakt kommen möchten, dann müssen Sie einen neuen, einen besseren Weg finden. Und dieser Weg führt über Content Marketing.

Content Marketing trifft die Bedürfnisse

Denken Sie sich in die Krise: Corona stellt die Welt auf den Kopf. Geschäfte müssen schließen, Menschen dürfen ihre Häuser nur noch in Ausnahmefällen für wichtige Einkäufe oder für den Weg zur Arbeit verlassen. Was bedeutet das?

Wir Menschen hatten auf einmal ganz andere Bedürfnisse. Von einer Sekunde auf die andere änderte sich unser Leben und wir mussten umdenken. Und Unternehmen mussten das auch.

Ein Beispiel: Unternehmen aus der Reisebranche, die bisher ihr Budget nur in bezahlte Werbung gesteckt haben, standen plötzlich vor einem großen Problem. Reisen wurden storniert, Buchungen blieben aus, Werbebudget wurde eingefroren und die gesamte Marketingstrategie stand still.

Was wäre gewesen, wenn diese Unternehmen schon viel früher auf Content Marketing gesetzt hätten und damit keinen Cent für Werbeanzeigen hätten ausgeben müssen? Die Umsätze wären zwar auch dann eingebrochen, aber das Marketing hätte weiterlaufen können. Man hätte darüber nachgedacht, welche Themen jetzt für die Kunden interessant sein könnten und hätte neue, wertvolle Inhalte für die Webseite produziert.

Wertvolle Inhalte für den Kunden

Doch hätte das funktioniert? Wie betreibt man denn Content Marketing? Es gibt viele Definitionen, aber ich beschreibe es gerne so:

“Beim Content Marketing geht es darum, Kunden mit wertvollen und hilfreichen Inhalten auf der Webseite oder dem Blog anzusprechen. Dabei setzt man nicht darauf, den Kunden über bezahlte Werbung anzusprechen, sondern darauf, vom Kunden gefunden zu werden”.

Der große Vorteil am Content Marketing: wenn der Kunde auf das Produkt stößt, dann tut er das aus eigenem Antrieb, denn er hatte eine Suchintention. Er wurde also nicht in seinem privaten Umfeld – zum Beispiel in seinem Fachebookfeed – durch Werbung angesprochen, sondern hat einen echten “need”.

Ein Beispiel: es ist Erkältungszeit. Sie vertreiben ein klassisches Erkältungsbad und möchten natürlich die kalte Jahreszeit nutzen, um mehr Produkte zu verkaufen. Sie würden jetzt vielleicht verstärkt Budget für klassische Werbung einsetzen und zusätzlich Geld in Werbeanzeigen bei Facebook investieren. Der Streuverlust bei diesen Maßnahmen ist enorm hoch, denn wie können Sie wissen, welcher User, dem die Werbung gerade angezeigt wird, auch wirklich krank ist? Natürlich können Sie Retargeting betreiben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein User aus eigenen Antrieb Ihre Webseite besucht, ist relativ gering. Retargeting allein ist also keine Option.

Hier kommt Content Marketing ins Spiel. Der erste Schritt ist die klassische Keyword-Recherche, die sie sicherlich gemeinsam mit Ihrem SEO-Team machen werden. Sie identifizieren wichtige Suchbegriffe rund um die Erkältungszeit. Diese können sein:

  • Erkältungsmittel (5.400 Suchanfragen/mtl.)
  • Erkältungssymptome (6.600 Suchanfragen/mtl.)
  • Hausmittel bei Erkältung (4.400 Suchanfragen/mtl.)

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Suchanfragen, die in User MIT Intention hat. Jemand, der Google nach Hausmitteln bei Erkältung durchsucht, wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Bedarf an einem Erkältungsbad haben; also an Ihrem Produkt.

Content Marketing mit Fokus auf Ihr Produkt

Haben Sie alle wichtigen Suchbegriffe identifiziert, kommt der zweite Schritt im Content Marketing: sie produzieren hilfreiche und wertvolle Inhalte für Ihre Zielgruppe mit Fokus auf Ihr Produkt. Dabei achten Sie auf eine hohe Qualität, ausreichend Information und natürlich weisen Sie an geeigneter Stelle auf Ihre Produkte hin; immerhin handelt es sich beim Content Marketing auch im Werbung.

Denken Sie daran: Sie müssen eine Geschichte erzählen, sich in den Nutzer und seine Bedürfnisse hineinversetzen.

Lesetipp: Storytelling Marketing

Haben Sie alle Artikel fertig geschrieben, überlegen Sie sich einige sinnvolle organische Social Media Kampagnen, kooperieren mit passenden Bloggern und befeuern Ihre E-Mail-Liste. An dieser Stelle macht es sicherlich Sinn noch einmal über Retargeting-Maßnahmen nachzudenken. Und für alle diese Maßnahmen müssen – abgesehen von Personalkosten und ein paar wenigen Euros für Tools – kein Geld ausgeben.

Und das Beste daran: Sie müssen diese Inhalte nicht jedes Jahr neu erstellen, denn wenn Sie bereits am Beginn Ihrer Content Marketing Maßnahmen auf eine ausgezeichnete Qualität achten, werden Sie über viele Jahre organischen Traffic erzeugen.

Content Marketing in nur 6 Schritten

Natürlich ist dieses Beispiel beliebig auf verschiedene Branchen anwendbar. Meinen Kunden empfehle ich stets ein 6-Schritte-System um mit einem Unternehmensblog rentables Content Marketing zu betreiben. Diese sechs Schritte beinhalten u.a. neben der Strategie, auch wichtige Aspekte der Suchmaschinenoptimierung, eine Schreibschule und eine Lead-Strategie.

Wenn Sie wissen möchten, ob Content Marketing auch für Ihr Unternehmen wertvoll ist, dann kontaktieren Sie mich ganz unkompliziert über das Kontaktformular.

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